Einbruch in mein Schreiblabor


Bei einem nächtlichen Einbruch in mein Schreiblabor wurden geheime Skizzen zu meinem Buch Auf der Suche nach  Buddha entwendet. Ich war echt wütend, das könnt ihr mir glauben.

Angry Author mimo

Die Vermutung liegt nahe, dass die ABA hinter der Aktion steckt. Aber auch die CSI Bookosa scheint ihre Finger mit im Spiel zu haben. Wie sonst ist es zu erklären, dass diese Schnüffler noch vor dem Eintreffen der Polizei hier waren und ungefragt alles fotografierten – leider auch mich.

Bevor die gestohlenen Dokumente nun über dubiose Quellen an euch herangetragen werden, veröffentliche ich sie lieber selber.


Geheime Notizen aus meinem Autorentagebuch

Buddha top secret

Fotoalbum

Persönliche Erinnerungen sind immer eine gute Grundlage für einen Roman. Hmm, mal sehen was wir hier haben. Michael Einschulung, Türkeiurlaub, Kostbare Erinnerungen, First Love, Nepal 2001-2002 … das klingt doch gut. Nepal – Land der Achttausender. Ich könnte über einen Bergsteiger schreiben, der den Mount Everest ohne Sauerstoffgerät besteigt. Das wäre doch die Sensation. Mist, das gab’s schon. Wie hieß der Typ noch? Meßmer … nee, das war mein Tee. Puh, ich mach erst mal ne Pause.

Abenteuer

Everest Besteigung fällt also flach. Vielleicht sollte mein Protagonist ein Weltenbummler sein, irgend so ein Alt-Hippie mit Dreadlocks, der in Kathmandu barfuß vor einem Tempel sitzt und mit den Saddhus Haschpfeife raucht. Ach ne, dann denken wieder alle, es wäre ein Biografie. Das lasse ich mal lieber. Aber Abenteuer klingt dennoch toll, das merk ich mir.

Loser

Erinnerungen und Abenteuer, ist das allen was mir einfällt? Boah, ich komm echt nicht weiter. Das wird eh nichts, mein erstes Manuskript wollte doch auch kein Verlag haben. Ich sollte es sein lassen und mir die Demütigung ersparen. Ich bin der geborene Loser! … Moment, das bringt mich auf eine Idee. Wie wäre es mit einem Antihelden? Au ja, ich erzähle die Lebensgeschichte von einem Loser, der eigentlich keiner ist.

Erste Hilfe

So, wie bringe ich meinen Loser jetzt nach Nepal? Der Typ kann sich doch nicht mal alleine die Schuhe zubinden. Ich brauche eine Frau … also mein Loser braucht eine Frau. Wie nenne ich ihn überhaupt? Bruno … wie den Problembär. Ja, das passt. Aber woher kennt der eine Frau? Sie ist seine Betreuerin oder seine Ärztin … genau, seine Ärztin und … waaaaaaahhh, das ist die Idee. So bekomme ich ihn nach Nepal.

Buddha

Ich weiß auch schon was Bruno in Nepal sucht: Buddha. Der Erleuchtete wohnt doch im Himalaja, zumindest denkt Bruno das. Aber woher nimmt er das Geld für die Reise? Da fehlt noch ein Puzzleteil. … Meine Güte, schon kurz vor acht, gleich kommt die Tagesschau. Eben mal den Fernseher anmachen. … Die Lottoziehung – langweilig!!! … obwohl? Das ist es!!! Jetzt weiß ich, wie das Buch endet und wie es anfängt. Aber der Anfang wird eklig? Egal.


So, jetzt wisst ihr wie Auf der Suche nach Buddha wirklich entstanden ist. 🙂